Über das Bloggen rede ich dann doch mehr – als dass ich es wirklich mache. Aber ab und zu muss hier doch was publiziert werden. Daher mal wieder nur ein Video – aus meiner Calm-Down-Playlist bei Simfy etwas Old-School-Französisches, da ich diese Woche dann doch nicht nach Paris fahre:
Lange ist es her, dass ich hier mal etwas gepostet habe und für die Zukunft kann ich auch nicht viel Besserung versprechen. Ich schaffe es ja schon kaum mehr zu twitter oder gar zu "socialwoken" – sofern dieses Verb schon bekannt ist.
Apropos Twitter – David Guetta ist ja derzeit so richtig angesagt – auch wenn ich ihn und die Musik altersbedingt nur noch selten "hören" kann – dieses Video muss hier dennoch gepostet werden. Nicht wirklich wegen dem Titel, sondern wegen der Story im Video … denn es präsentiert die Antwort auf die Frage: "Wie kriege ich die Bude für eine gute Party voll?" Via Twitter! Soweit zum Thema, welchen Nutzen dieses "sinnlose" Netzwerk hat und wie wir durch deren Nutzung doch vereinsamen.
UPDATE: Und dann ist da doch wieder der Job … schon genial mit welcher Konsequenz sich Dennis Lisk hier über alle Kanäle vermarktet: MySpace (natürlich), Blog (schon nicht mehr so natürlich) und Facebook-Fanpage mit aktiven Einträge (definitiv überhaupt nicht natürlich). Für die Webciety im März 2010 brauche ich unbedingt einmal einen Musiker im Programm!
Ich habe mir mal wieder eine “Intensiv-Blogging”-Woche verordnet. Das muss sein, denn über den Sommer hat sich da eine sehr dominierende Lethargie eingeschlichen, die ich vor der Wintermüdigkeit mir nun austreiben will. (Vielleicht sollte ich das gleich noch mit einer Wiederaufnahme des Joggens verbinden – was den gleichen Entwicklungen verfallen ist …). Wie auch immer blogge ich wieder – derzeit öfters auch in Englisch auf unserem E2.0 Community-Blog – was zum Teil häufiger gelesen und kommentiert wurde als das, was ich auf Deutsch hier und anderswo zu sagen habe.
Ergänzend zu meinen Beiträgen in dem Kongress Media-Universum schreibe ich nun auch auf dem offiziellen Webciety-Blog. Dort zusammen mit Sascha Lobo – vielleicht färbt da ja etwas von dessen Grimme-Glanz auf meine Schreibe ab. Wie auch immer freue ich mich über jeden Leser und Kommentar.
In einer zweiten Session beim heutigen Barcamp München habe ich mit den Anwesenden Erfahrungen zum Thema Community-Management diskutiert. Letztendlich haben wir auch hier nur eine Runde mit der Vorstellung und dem Austausch eigener Erfahrungen gemacht.
Nachfolgend meine Notizen zu dem Austausch:
Netzverhalten
User-generated Content-Dienste Aufbau
Multiplikatoren angesprochen
Catalysten gesucht
kleine lokale Power (eher auf “strong ties”)
Community – nicht immer der Kreis einer geschlossenen Plattform
Lokale Community – Szene-Info-Plattform
Facebook/studiVZ hat Traffic abgezogen
durch Mehrwert – Photos in Clubs
Print-Magazin gekauft
aus privater Initiative entstanden => wird als Erfolgsfaktor gesehen
hohe Glaubwürdigkeit durch private Initiative
im späteren Ablauf an eine Firma übergeben – die den technologischen Betrieb gewährleistet
moderiert, gelöscht => gelbe & rote Karte und dann gesperrt
nach 10 gelöschten Kommentare => automatische Sperrung
nach Sperrung musste sich öffentlich entschuldigt werden
Community im Gaming-Bereich
es gibt immer wieder Zoff
10 Beiträge am Tag => wird alles moderiert und freigeschaltet
Richtlinien offen und transparenz gemacht
Teilnehmer einer Community
Oliver Überholz / mixxt
White-Label-Lösungsanbieter
Verlagshäuser haben strikte ANforderungen an Moderation
viele Anfroderungen: E-Mail-Identifikation vor Freigabe, Themen-Paten für Administraition von Communities
wichtigste Erfolgsfaktor: Betreiber mit Herz als wichtigster Faktor
Community-Betreiber
bei Diskussion ist eine Differenzierung der Konzepte wichtiger Einflussfaktor für die Community-Administration
Punktesystem für Aktivität
starkes Filter-System ist an Punktesystem gekoppelt
Community-Mitglied / Startup bei Community-Technologieaufbau
Erfahrungen als Community-Moderator
nur Nickname-Community
es gab verschiedene Praktiken:
von sehr strenger Moderation
bis zu lascher Laissez-faire
Roland Riethmüller, WEKA Media
noch keine Erfahrungen mit Communitys
Jens Osthues, Communardo
Erfahrungen: immer mit offenen Visier spielen
Beteiligt an Community-Aufbau
sucht Multiplikatorne
Betreiberin einer Wohn-Community
Authentizität ist strategischer Erfolgsfaktor
wenn “Menschen” dahinter stehen – funktioniert die Community
Community-Manager Sueddeutsche.de
Massen-Moderation: rigoros Löschen da sonst nicht handhabbar
bei Kommentaren gibt es einen hoher Störfaktor
Fazit
Als Fazit aus der Session habe ich am Ende folgende Punkte zusammengefasst:
Community-Aufbau:
hier ist es wichtig “Gurus” zu finden, um die sich die Community sammelt
Multiplikatoren für die virale Verbreitung nutzen
Community-Moderation:
Community-Management als strategische Aufgabe verstehen
klare Richtlinien definieren und danach handeln
die Größe gibt die Effizienzanforderung vor: je größer je konsequenter
Ich habe heute morgen eine offene Diskussionsrunde zu den WebTrends 2010 beim Barcamp München moderiert. Da das Mixxt-System zum Barcamp München bisher noch keine Session-Seiten vorsieht, hier mal meine Notizen zur Session wie von mir mitdokumentiert (unkorrigiert/ungeschminkt):
Unternehmensveränderungen
Collaborative Networks
mit vernetzter Kommunikation über Google Wave/ IBM Sametime
Ideen gemeinsam entwickeln
es braucht Filter und Signaling-Lösungen
Eco-System auf dem Social Graph
Nutzen des Social Graph
Communitys werden zu Facebook Apps
Monetarisierung der Social Networks
Problem des Share of Time bei 30-40 Jährigen
Warten auf die studiVZ/Facebook Generation
Potentiale: Realtime-Web mit statischen Web verknüpfen => neue Services
Happiness-Index
Crowdsourcing
Free-Economy mit neuen Business Models
Gesellschaftiche Veränderungen
SOcial Networks tragen Collaboration ins Real life
Twitter & Facebook in den Massenmarkt über die vorinstallierten
Microblogging im Unternehmen
Vernetzte Kommunikation in Unternehmen (Google Wave)
Warten auf den Generationswechsel (es dauert noch 10 Jahre)
Verteilte Energie die Dinge schaffen
Technische Veränderungen
Twitter läuft immer mit
Social Networks entwickeln sich immer weiter auseinandern – SNs bekommen spezifische Value Propositions
Schere wird immer größer, was rein technisch möglich ist
ist wird wieder zum Browser-Kampf gehen / HTML 5
Video von Google: Befragung “was ist ein Browser”
Augmented Reality => mobiles Internet Tarife, Device, Transferraten
XMPP => Google Wave
API / Interoperabilität wichtig für Entwicklung
Marktdominanz versus Data Portability
Agenten-Technologien (Ticketing) die auf das mobile Web aufsetzen
Effizienzsteigerung: Filter-Steuerung/Technologien für Realtime Collaboration
Identitäts- und Reputationsmanagement
Realtime nicht mehr nur Human-to-Human, sondern Human-to-Machine, Machine-to-Human
Selbstorganisierende Netzwerke
Probleme mit den Veränderungen
“Gegenwind” durch Kritiker
Startup-Szene
Konsolidierung
Social Networks
Facebook, studiVZ, WKW
Abwanderung von Lokalisten zu Facebook
Wie am Ende der Session gesagt, habe ich die Session gemacht, weil ich die Planung für das Programm der CeBIT Webciety 2010 innehabe und hierzu meine die Trends für das nächste Jahr suche. Interessant war für mich, dass die offen diskutierten Themen in der Session doch stark meinen Gedanken zu den Thementrends für die CeBIT Webciety 2010 abbildet. (Meine Gedanken zu dem Themenplan sind hier auf Slideshare zu finden!)
Vielen Dank nochmals an alle Teilnehmer für die interessante Diskussion.
Das Bloggen ist in letzter Zeit sehr mau hier geworden – nicht weil ich nichts zu erzählen hätte, sondern weil es bei uns mal wieder drunter und drüber geht und ich dann privat aufgrund unseres Familienzuwachses auch des öfteren einspringen muss. Wenn sich das wieder eingespielt hat, werde ich sicherlich meine Beitragsquote auch wieder erhöhen. (Randnotiz: Interessant zu diskutieren wäre einmal – die Abhängigkeit der Web 2.0 Aktivität/des Engagements von der persönlichen Lebenssituation!)
Was aber das Leben durchaus flexibler gestaltet, ist die Möglichkeit überall und immer wenn nötig online zu gehen und sich an den Diskussionen zu beteiligen. Heute habe ich gerade ein Plakat von O2 für ein weiteres Android-Angebot gesehen. Die Verbreitung des Überall-Internet verändert unseren Alltag doch gewaltig. So schreibe ich gerade diesen Beitrag auf meinem Android-Phone in der Münchner U-Bahn sitzend (via dem App WpToGo). Schade nur das man hier keinen Empfang hat – daran muss sicherlich noch gearbeitetet werden. Die verbesserten Online-Möglichkeiten erhöhen allerdings auch den Erwartungsdruck unseres virtuellen Umfeldes an unsere Mitteilungsquote. Im Ergebnis können wir nun also in jeder Lebenssituation am virtuellen Leben teilhaben – werden aber schon schief angeschaut, wenn wir es mal nicht machen. Nach dem Motto – heute noh nicht getwittert/gefacebookt, bist Du krank?
Bleibt nun die Frage, wann wir unserem Hauptprozessor einmal eine Auszeit gönnen? Und womit? Letztendlich ist das bei mr dann doch wieder das dumme Berieselungsmedium Fernsehen.