Ich habe mir mal wieder eine “Intensiv-Blogging”-Woche verordnet. Das muss sein, denn über den Sommer hat sich da eine sehr dominierende Lethargie eingeschlichen, die ich vor der Wintermüdigkeit mir nun austreiben will. (Vielleicht sollte ich das gleich noch mit einer Wiederaufnahme des Joggens verbinden - was den gleichen Entwicklungen verfallen ist …). Wie auch immer blogge ich wieder - derzeit öfters auch in Englisch auf unserem E2.0 Community-Blog - was zum Teil häufiger gelesen und kommentiert wurde als das, was ich auf Deutsch hier und anderswo zu sagen habe.
Ergänzend zu meinen Beiträgen in dem Kongress Media-Universum schreibe ich nun auch auf dem offiziellen Webciety-Blog. Dort zusammen mit Sascha Lobo - vielleicht färbt da ja etwas von dessen Grimme-Glanz auf meine Schreibe ab. Wie auch immer freue ich mich über jeden Leser und Kommentar.
In einer zweiten Session beim heutigen Barcamp München habe ich mit den Anwesenden Erfahrungen zum Thema Community-Management diskutiert. Letztendlich haben wir auch hier nur eine Runde mit der Vorstellung und dem Austausch eigener Erfahrungen gemacht.
Nachfolgend meine Notizen zu dem Austausch:
Netzverhalten
User-generated Content-Dienste Aufbau
Multiplikatoren angesprochen
Catalysten gesucht
kleine lokale Power (eher auf “strong ties”)
Community - nicht immer der Kreis einer geschlossenen Plattform
Lokale Community - Szene-Info-Plattform
Facebook/studiVZ hat Traffic abgezogen
durch Mehrwert - Photos in Clubs
Print-Magazin gekauft
aus privater Initiative entstanden => wird als Erfolgsfaktor gesehen
hohe Glaubwürdigkeit durch private Initiative
im späteren Ablauf an eine Firma übergeben - die den technologischen Betrieb gewährleistet
moderiert, gelöscht => gelbe & rote Karte und dann gesperrt
nach 10 gelöschten Kommentare => automatische Sperrung
nach Sperrung musste sich öffentlich entschuldigt werden
Community im Gaming-Bereich
es gibt immer wieder Zoff
10 Beiträge am Tag => wird alles moderiert und freigeschaltet
Richtlinien offen und transparenz gemacht
Teilnehmer einer Community
Oliver Überholz / mixxt
White-Label-Lösungsanbieter
Verlagshäuser haben strikte ANforderungen an Moderation
viele Anfroderungen: E-Mail-Identifikation vor Freigabe, Themen-Paten für Administraition von Communities
wichtigste Erfolgsfaktor: Betreiber mit Herz als wichtigster Faktor
Community-Betreiber
bei Diskussion ist eine Differenzierung der Konzepte wichtiger Einflussfaktor für die Community-Administration
Punktesystem für Aktivität
starkes Filter-System ist an Punktesystem gekoppelt
Community-Mitglied / Startup bei Community-Technologieaufbau
Erfahrungen als Community-Moderator
nur Nickname-Community
es gab verschiedene Praktiken:
von sehr strenger Moderation
bis zu lascher Laissez-faire
Roland Riethmüller, WEKA Media
noch keine Erfahrungen mit Communitys
Jens Osthues, Communardo
Erfahrungen: immer mit offenen Visier spielen
Beteiligt an Community-Aufbau
sucht Multiplikatorne
Betreiberin einer Wohn-Community
Authentizität ist strategischer Erfolgsfaktor
wenn “Menschen” dahinter stehen - funktioniert die Community
Community-Manager Sueddeutsche.de
Massen-Moderation: rigoros Löschen da sonst nicht handhabbar
bei Kommentaren gibt es einen hoher Störfaktor
Fazit
Als Fazit aus der Session habe ich am Ende folgende Punkte zusammengefasst:
Community-Aufbau:
hier ist es wichtig “Gurus” zu finden, um die sich die Community sammelt
Multiplikatoren für die virale Verbreitung nutzen
Community-Moderation:
Community-Management als strategische Aufgabe verstehen
klare Richtlinien definieren und danach handeln
die Größe gibt die Effizienzanforderung vor: je größer je konsequenter
Ich habe heute morgen eine offene Diskussionsrunde zu den WebTrends 2010 beim Barcamp München moderiert. Da das Mixxt-System zum Barcamp München bisher noch keine Session-Seiten vorsieht, hier mal meine Notizen zur Session wie von mir mitdokumentiert (unkorrigiert/ungeschminkt):
Unternehmensveränderungen
Collaborative Networks
mit vernetzter Kommunikation über Google Wave/ IBM Sametime
Ideen gemeinsam entwickeln
es braucht Filter und Signaling-Lösungen
Eco-System auf dem Social Graph
Nutzen des Social Graph
Communitys werden zu Facebook Apps
Monetarisierung der Social Networks
Problem des Share of Time bei 30-40 Jährigen
Warten auf die studiVZ/Facebook Generation
Potentiale: Realtime-Web mit statischen Web verknüpfen => neue Services
Happiness-Index
Crowdsourcing
Free-Economy mit neuen Business Models
Gesellschaftiche Veränderungen
SOcial Networks tragen Collaboration ins Real life
Twitter & Facebook in den Massenmarkt über die vorinstallierten
Microblogging im Unternehmen
Vernetzte Kommunikation in Unternehmen (Google Wave)
Warten auf den Generationswechsel (es dauert noch 10 Jahre)
Verteilte Energie die Dinge schaffen
Technische Veränderungen
Twitter läuft immer mit
Social Networks entwickeln sich immer weiter auseinandern - SNs bekommen spezifische Value Propositions
Schere wird immer größer, was rein technisch möglich ist
ist wird wieder zum Browser-Kampf gehen / HTML 5
Video von Google: Befragung “was ist ein Browser”
Augmented Reality => mobiles Internet Tarife, Device, Transferraten
XMPP => Google Wave
API / Interoperabilität wichtig für Entwicklung
Marktdominanz versus Data Portability
Agenten-Technologien (Ticketing) die auf das mobile Web aufsetzen
Effizienzsteigerung: Filter-Steuerung/Technologien für Realtime Collaboration
Identitäts- und Reputationsmanagement
Realtime nicht mehr nur Human-to-Human, sondern Human-to-Machine, Machine-to-Human
Selbstorganisierende Netzwerke
Probleme mit den Veränderungen
“Gegenwind” durch Kritiker
Startup-Szene
Konsolidierung
Social Networks
Facebook, studiVZ, WKW
Abwanderung von Lokalisten zu Facebook
Wie am Ende der Session gesagt, habe ich die Session gemacht, weil ich die Planung für das Programm der CeBIT Webciety 2010 innehabe und hierzu meine die Trends für das nächste Jahr suche. Interessant war für mich, dass die offen diskutierten Themen in der Session doch stark meinen Gedanken zu den Thementrends für die CeBIT Webciety 2010 abbildet. (Meine Gedanken zu dem Themenplan sind hier auf Slideshare zu finden!)
Vielen Dank nochmals an alle Teilnehmer für die interessante Diskussion.
Das Bloggen ist in letzter Zeit sehr mau hier geworden - nicht weil ich nichts zu erzählen hätte, sondern weil es bei uns mal wieder drunter und drüber geht und ich dann privat aufgrund unseres Familienzuwachses auch des öfteren einspringen muss. Wenn sich das wieder eingespielt hat, werde ich sicherlich meine Beitragsquote auch wieder erhöhen. (Randnotiz: Interessant zu diskutieren wäre einmal - die Abhängigkeit der Web 2.0 Aktivität/des Engagements von der persönlichen Lebenssituation!)
Was aber das Leben durchaus flexibler gestaltet, ist die Möglichkeit überall und immer wenn nötig online zu gehen und sich an den Diskussionen zu beteiligen. Heute habe ich gerade ein Plakat von O2 für ein weiteres Android-Angebot gesehen. Die Verbreitung des Überall-Internet verändert unseren Alltag doch gewaltig. So schreibe ich gerade diesen Beitrag auf meinem Android-Phone in der Münchner U-Bahn sitzend (via dem App WpToGo). Schade nur das man hier keinen Empfang hat - daran muss sicherlich noch gearbeitetet werden. Die verbesserten Online-Möglichkeiten erhöhen allerdings auch den Erwartungsdruck unseres virtuellen Umfeldes an unsere Mitteilungsquote. Im Ergebnis können wir nun also in jeder Lebenssituation am virtuellen Leben teilhaben - werden aber schon schief angeschaut, wenn wir es mal nicht machen. Nach dem Motto - heute noh nicht getwittert/gefacebookt, bist Du krank?
Bleibt nun die Frage, wann wir unserem Hauptprozessor einmal eine Auszeit gönnen? Und womit? Letztendlich ist das bei mr dann doch wieder das dumme Berieselungsmedium Fernsehen.
Vor drei Tagen habe ich mich zusammen mit meiner Familie riesig über die Anteilnahme auf Facebook und über Twitter gefreut - heute nochmals das Gleiche. Daher hier kurz mein Danke - mit dem Lieblingskünstler meines Vaters.
Congratulations on the mess you made of things;
On trying to reconstruct the air and all that brings.
And oxidation is the compromise you own
But this is beginning to feel like the dog wants her bones saved
Nun mit dem Taxi bin ich nicht gefahren, sondern mit der Bahn. Ja - mit der Bahn, da ich immer noch mit einer Mittelohr-Entzündung kämpfe und weil es am Sonntag von Nürnberg nach Paris gemessen an der Reisezeit auch gar nicht schneller ist mit dem Flieger. Zurück habe ich mir eigentlich einen Flieger reserviert - nur leider habe ich das im Reisebüro gemacht und die “nette” Dame war so hin und weg von meinen Jungs, dass sie zwar mit mir über einen Rückflug am abend diskutierte, mich aber auf einen Flug am Dienstag morgen einbuchte. Ja - und in meiner Nachlässigkeit habe ich vertraut, dass sie ihren Job schon richtig macht und die Daten ohne genaue Durchsicht unterschrieben (ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon zwei quängelnde Jungs um mich herum - als Entschuldigung!). Nun - wie auch immer werde ich morgen mal versuchen noch umzubuchen - aber wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich auch den Rückweg per Bahn absolviere. Und wenn ich mir die Verbindung hier in Paris zum Flughafen Orly und damit wieder die Gesamtreisezeit anschaue, dann verliere ich dabei gar nicht soviel Zeit und kann auf der Marketing 2.0 Conference, zu der ich hier bin, auch noch länger bleiben. Und die Verbindung Frankfurt - Paris ist echt ein Hammer - wenn ich zurück an meine Jugendaustauschfahrten nach Le Trait (in der Nähe von Rouen) denke, für deren Fahrten wir auch immer die Bahn ab Hannover genommen haben, dann ist das ja heute fast eine Fahrt mit dem Vorort-Zug …. das geht echt fix und man ist mitten in der Stadt.
Ach ja - morgen gibt es dann auch noch das (Pre-)next09 Meetup im L’Assassin, das ich mit freundlicher Unterstützung von Cedric Giorgi organisiert habe. Martin Recke hat mir hierzu einen Special-Promotioncode mitgegeben, den ich morgen an die Interessierten verteilen kann. Ferner würde ich gerne hier auch ein paar französische Startups zum Startup-Track einladen - allen übrigen sei der noch offene Call-for-Participation zu empfehlen.
Soweit mal meine Grüsse aus Paris - meine Notizen zur Marketing 2.0 Conference schreibe ich morgen dann in das Notizblog der Social Web WORLD. So dann jetzt mal Schluss machen - wer sich mit mir hier treffen möchte, kann mich ja antwittern (http://twitter.com(bn_at_twitter), wenngleich die Sprachbarrieren der hier verwendeten Sprache wohl verhindern werden, dass sich darüber jmd. findet.
Ja - ich war ja nicht wirklich abstinent - sondern nur etwas zurückhaltender, weil die laufenden Konferenzplanungen und darüber hinaus meine Familie meine Zeit nur so “aufgesaugt” haben. Das wenige, was ich gebloggt habe, war dann jeweils an anderer Stelle - z.B. hier, hier oder hier.
Das soll sich jetzt mal wieder etwas ändern. Zurecht stellt sich da dann immer wieder die Frage, warum ich dieses unterschiedliche “Schubladen-Prinzip” gewählt habe. Meine Antwort: Weil ich nicht mich in Person, sondern die Sache diskutiert sehen will. Falls dann doch jemand nur an mir interessiert sein sollte - dem ist meine Yahoo-Pipe “EgoFeed” zu empfehlen: http://pipes.yahoo.com/bnegelmann/egofeed (den kann man auch als RSS abonnieren!)
Der ECM Roundtable ist eine Diskussionsrunde mit Vertretern der Technologieanbieter zu wichtigen Entwicklungen beim technologischen Konzept beim ECM WORLD SUMMIT. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussion steht das Thema “Öffnung der System- und Anwendungskonzepte”.
Der Systemmarkt im Bereich des Enterprise Content Management kennzeichnet sich durch eine zunehmende Etablierung von Open-Source-Komponenten und -Lösungen. Die Konzepte reichen dabei von kompletten Open-Source-Lösungen bis hin zu Open-Source-Komponenten in kommerziellen Lösungen. Auch scheinen sich in letzter Zeit vermehrt
Branchenstandards zu etablieren, die eine einfache Integration und Interoperabilität zwischen den Systemkonzepten erlaubt. Last but not least - stehen die Konzepte auch in Bezug auf ihre Kernlogik dem Verwaltungs- und Bereitstellungsprozess von Inhalte vor dem Hintergrund von Web 2.0 in einem Wandlungsprozess von unidirektionalen zu
bidirektionalen Anwendungskonzepten. Auf der technologischen Seite ist also einiges in Bewegung, was die Frage aufwirft, wo es hingeht.
Geladen sind Verantwortliche von Alfresco, Coremedia, Day, Firstspirit,
IBM, Opentext/Reddot, Tridion und Typo3.
Diskussionsteilnehmer
Jörn Bodemann, Vorstand, e-Spirit AG
Willms Buhse, Mitglied der GL / Verantwortlich für den Bereich Marketing, Coremedia AG
Hans de Groot, VP Sales Asia Pacific & Middle East, SDL Tridion
Daniel Hinderink, GF von dpool und VP der Typo3 Association
Thomas Lederer, Business Dev Mgr für Alfresco Software, Inc.
David Nüscheler, CTO von Day Software AG
Lars Onasch, Director Product Marketing EMEA, RedDot - The Open Text Web Solutions Group
Stefan Pfeiffer, Market Manager ECM & Lotus, IBM Deutschland
Diskussionsleitfaden
00:00 Einleitung und Vorstellung der Diskutanten
00:05 Einzelfragen
Onasch: Mit “One Voice, One Vision” stellt sich Ihr Haus nun ganz integrativ auf. Ist es “neue” Wichtigkeit des Webs, die RedDot stärker ins Mutterhaus integriert, oder die alte Stärke der ECM-Vision?
Bodemann: Wie ist die “Lage der Projekte” bei Firstspirit? Bisher sahen Sie sich ja als “klassischen”, aber integrativen Content-Management-Player - sprich immer als Best-of-Breed-Lösung für die Verwaltung und die Publikation von Web-Contents. Hat sich da was geändert?
De Groot: Die Marketingpositionierung von Tridion setzt seit Frühjahr auch auf das Thema Web 2.0. Wie wird das Thema bei Ihnen angegangen?
Nüscheler: Auch bei Day heisst es in der jüngsten Ankündigung zum CQ5 - “new compelling user experience for
Web Content Management, Digital Asset Management and Social
Collaboration solutions” - WCM und DAM ist klar - Social Collaboration ist aber neu. Was steckt dahinter?
Pfeiffer: Was halten Sie von den Entwicklungen der WCM-Systeme im Hinblick auf die Vereinnahmung des Themas “Kollaboration”?
Buhse: Sie haben ja schon auf der CMA 2007 sinngemäß gesagt, dass das klassische CM im Sinne der Verwaltung von Publikation tot ist und das es in Zukunft stärker um die Aussteuerung des Dialogs und der Interaktion auf der Website ist. Bestätigt sich das in Ihren aktuellen Projekten?
Hinderink: Entschuldigen Sie, wenn ich das so sage, aber ich denke als Heavy-User darf man das. Typo3 ist zwar Community-getrieben, aber irgendwie doch weit von dem Thema Web 2.0 entfernt - schläft Ihre Dev.-Community da irgendwie einen Trend?
Lederer: Mit Alfresco Surf, einer Web Application Platform, nähert sich Alfresco aus einer Dokumenten-zentrischen Sicht dem Thema “Betrieb von Web-Plattformen”. Was steckt dahinter?
00:20 Thesendiskussion zur neuen Offenheit
Open Source, SaaS and Managed Services force the Vendors to evolve (Aussage von Kyle McNabb, Forrester Research)
Open Source wird zunehmend zum Werttreiber für die IT-Welt (Aussage von Sören Stamer, Coremedia)
ECM-Systemkonzepte entwickeln sich nur in zwei Richtungen: A) integratives Framework oder B) integrierbare Best-of-Breed-Lösung
Web 2.0 bedeuted Web Oriented (REST, Scrips, Web Standards) versus Service Oriented (SOAP, JAVA, APIs)
ECM Standards War: Bye Bye JSR170, Hello CMIS!
Die Applikationslogik von ECM steht im Wandel: From Customer Interaction to Community/Social Interaction (Aussage von Ian Howell)
Aber: Der Kunde versteht noch lange nichts davon, worüber wir hier reden!