Da begebe ich mich doch gestern in den T-Punkt um ein Upgrade zu meinem seit ’98 laufenden Vertrages zu machen – und sie lassen es nicht durch! Ich denke Service am Kunden nennt sich da etwas anderes – alle jammern über die sinkenden Umsatzpotentiale im Telco-Markt und die Riesen vergraulen ihre Kunden.
Aber doch etwas zum Hintergrund: Also ich hatte zum Jahreswechsel einen Ablauf meines Vertrages – und bei einem Call mit der Service-Hotline bot man mir eine Verlängerung an. Nun wollte ich schon zu dem Zeitpunkt ein neues Handy – aber nicht die, die am Markt waren, sondern entweder ein G1 oder ein X1. Der nette Service-Mitarbeiter (wohl in Gedanken seiner eigenen Abschlussprovision) riet mir zu einer Verlängerung, weil ich dadurch zunächst einmal einen Rabatt bekäme. Ich könnte dann jederzeit ein neues Handy hinzubuchen und den Vertrag wieder aufstocken. Gesagt – getan!
Nun wollte ich diese Vertragänderung gestern durchführen – und da war die o.g. Rabattierung aufgrund des Nicht-Nehmens eines Neugerätes als dreimonatige Vertragsänderungssperre eingetragen. Nun gut – auch wenn ich das nicht gewusst habe, liesse sich das ja akzeptieren. Die Sperre läuft am 29.03. aus – und hier kommt nun mein Unverständnis: vorher lässt sich auch keine Vertragsveränderung anberaumen/ausmachen. Ich habe gestern gut 45 min im T-Punkt verbracht und musste zum Schluss unverrichteter Dinge wieder gehen – mit der Bitte, ich solle doch in einer Woche wiederkommen. Warum ist es eigentlich so schwierig, die Vertragsveränderung aufzunehmen, aber erst mit einer Aktiv-Schaltung zum 29.03.? Mir dann anbieten, dass ich das Gerät, welches ich gestern haben wollte, mir dann automatisch zuzustellen? Das wäre mein Verständnis von Kundenservice – aber so bestätigt sich der Konzern doch wieder mal nur sich selbst.
Es ist schon ein Zeit her, dass ich hier eine Notiz hinterlassen habe – und da fällt es mir dann auch schon reichlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Das ist zwar irgendwie widersinnig, denn mir ist ja bewußt, dass es hier eigentlich kaum “wartende” Leser gibt, aber dennoch hat man ja doch einen gewissen Anspruch an sein Tun.
Aber gut genug des “Lamentierens”, denn 2009 (ach ja – ein frohes neues Jahr an jene, die meine Neujahrswünsche nicht via Twitter oder XING erhalten haben!) soll ja ein Jahr des Wandels sein. Denn das ist das Gute an allen Krisen, dass sie Zeiten der Veränderungen und des Umdenkens darstellen. Und da gibt es doch viel zu verändern: Kriege und andere kleine und große Streitigkeiten aufgrund veraltetem und verkrustetem Besitzstandsdenken, Marktstrategien und Produktkonzepte, die an den Wünschen der Konsumenten vorbeigehen bzw. bei denen der Konsument von den Unternehmen bzgl. seiner Wünsche nicht wirklich ein Gehör findet, Prozesse und Vorgänge, die nicht Problem-lösend sondern nur Problem-aufschiebend sind. Die Welt, auf der wir leben, und meine bzw. unsere Kinder haben es einfach verdient, dass sich was ändert.
Ich – für meinen Teil – habe mir vorgenommen, die eine oder andere Veränderung privat und beruflich in diesem Jahr zu realisieren und mich darüber hinaus auch mal wieder andersweitig zu engagieren. Hierfür bedarf es Freiräume, die es durch Priorisierung und Fokussierung zu schaffen gilt. Mal sehen in wie weit ich da wider meiner Natur gehen kann.
Meine veränderten Rahmenbedingungen wirken hierzu ja aber vielleicht ganz unterstützend:
die Marktsituation erfordert ein Umdenken im Hinblick auf meine Wertaktivitäten
die Marktsituation zwingt mich zu einer deutlich längerfristigen Planung
weiterer familärer Zuwachs erfordert einen deutlichen Schritt in Richtung Absicherung – in Hinblick auf meine persönliche Fitness (schließlich will ich ja auch für No. 3 noch lange da sein) aber auch familärer Strukturen
das erwachene Bewußtsein meiner Söhne für das Handeln ihres Vaters bedingt, dass ich ihnen vorlebe, dass man auch etwas für die Gemeinschaft machen muss
So die Zugfahrt von Nürnberg nach München ist vorbei, daher will ich hier auch mal schließen. Ich denke, ich habe mich dann hier jetzt erstmal genug unter Druck gesetzt.
Der ECM Roundtable ist eine Diskussionsrunde mit Vertretern der Technologieanbieter zu wichtigen Entwicklungen beim technologischen Konzept beim ECM WORLD SUMMIT. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussion steht das Thema “Öffnung der System- und Anwendungskonzepte”.
Der Systemmarkt im Bereich des Enterprise Content Management kennzeichnet sich durch eine zunehmende Etablierung von Open-Source-Komponenten und -Lösungen. Die Konzepte reichen dabei von kompletten Open-Source-Lösungen bis hin zu Open-Source-Komponenten in kommerziellen Lösungen. Auch scheinen sich in letzter Zeit vermehrt
Branchenstandards zu etablieren, die eine einfache Integration und Interoperabilität zwischen den Systemkonzepten erlaubt. Last but not least – stehen die Konzepte auch in Bezug auf ihre Kernlogik dem Verwaltungs- und Bereitstellungsprozess von Inhalte vor dem Hintergrund von Web 2.0 in einem Wandlungsprozess von unidirektionalen zu
bidirektionalen Anwendungskonzepten. Auf der technologischen Seite ist also einiges in Bewegung, was die Frage aufwirft, wo es hingeht.
Geladen sind Verantwortliche von Alfresco, Coremedia, Day, Firstspirit,
IBM, Opentext/Reddot, Tridion und Typo3.
Diskussionsteilnehmer
Jörn Bodemann, Vorstand, e-Spirit AG
Willms Buhse, Mitglied der GL / Verantwortlich für den Bereich Marketing, Coremedia AG
Hans de Groot, VP Sales Asia Pacific & Middle East, SDL Tridion
Daniel Hinderink, GF von dpool und VP der Typo3 Association
Thomas Lederer, Business Dev Mgr für Alfresco Software, Inc.
David Nüscheler, CTO von Day Software AG
Lars Onasch, Director Product Marketing EMEA, RedDot – The Open Text Web Solutions Group
Stefan Pfeiffer, Market Manager ECM & Lotus, IBM Deutschland
Diskussionsleitfaden
00:00 Einleitung und Vorstellung der Diskutanten
00:05 Einzelfragen
Onasch: Mit “One Voice, One Vision” stellt sich Ihr Haus nun ganz integrativ auf. Ist es “neue” Wichtigkeit des Webs, die RedDot stärker ins Mutterhaus integriert, oder die alte Stärke der ECM-Vision?
Bodemann: Wie ist die “Lage der Projekte” bei Firstspirit? Bisher sahen Sie sich ja als “klassischen”, aber integrativen Content-Management-Player – sprich immer als Best-of-Breed-Lösung für die Verwaltung und die Publikation von Web-Contents. Hat sich da was geändert?
De Groot: Die Marketingpositionierung von Tridion setzt seit Frühjahr auch auf das Thema Web 2.0. Wie wird das Thema bei Ihnen angegangen?
Nüscheler: Auch bei Day heisst es in der jüngsten Ankündigung zum CQ5 – “new compelling user experience for
Web Content Management, Digital Asset Management and Social
Collaboration solutions” – WCM und DAM ist klar – Social Collaboration ist aber neu. Was steckt dahinter?
Pfeiffer: Was halten Sie von den Entwicklungen der WCM-Systeme im Hinblick auf die Vereinnahmung des Themas “Kollaboration”?
Buhse: Sie haben ja schon auf der CMA 2007 sinngemäß gesagt, dass das klassische CM im Sinne der Verwaltung von Publikation tot ist und das es in Zukunft stärker um die Aussteuerung des Dialogs und der Interaktion auf der Website ist. Bestätigt sich das in Ihren aktuellen Projekten?
Hinderink: Entschuldigen Sie, wenn ich das so sage, aber ich denke als Heavy-User darf man das. Typo3 ist zwar Community-getrieben, aber irgendwie doch weit von dem Thema Web 2.0 entfernt – schläft Ihre Dev.-Community da irgendwie einen Trend?
Lederer: Mit Alfresco Surf, einer Web Application Platform, nähert sich Alfresco aus einer Dokumenten-zentrischen Sicht dem Thema “Betrieb von Web-Plattformen”. Was steckt dahinter?
00:20 Thesendiskussion zur neuen Offenheit
Open Source, SaaS and Managed Services force the Vendors to evolve (Aussage von Kyle McNabb, Forrester Research)
Open Source wird zunehmend zum Werttreiber für die IT-Welt (Aussage von Sören Stamer, Coremedia)
ECM-Systemkonzepte entwickeln sich nur in zwei Richtungen: A) integratives Framework oder B) integrierbare Best-of-Breed-Lösung
Web 2.0 bedeuted Web Oriented (REST, Scrips, Web Standards) versus Service Oriented (SOAP, JAVA, APIs)
ECM Standards War: Bye Bye JSR170, Hello CMIS!
Die Applikationslogik von ECM steht im Wandel: From Customer Interaction to Community/Social Interaction (Aussage von Ian Howell)
Aber: Der Kunde versteht noch lange nichts davon, worüber wir hier reden!
Sebastian Voss vom Marketingberater 2.0 plant gerade eine Twitter-Studie über die DAX30-Unternehmen – davon hat er mir beim CommunityCamp in Berlin erzählt, was bei mir (Ver-/Be-)Wunderung ausgelöst hat – denn ich glaube, dass es schwierig sein wird, hier genaue Erkenntnisse zu gewinnen, weil die Mehrzahl der twitternden DAX30-Unternehmensmitglieder dies entweder privat oder “unterhalb” des Radars der UK (Unternehmenskommunikation) machen. Dennoch – ich bin gespannt.
Wenn’s interessiert, die Moderationsfolien mit ein paar kontroversen Aussagen und Thesen zum Anheizen der Diskussion habe ich auf meinem Slideshow-Account hochgeladen. (Ich werde zu der einen oder anderen Diskussion noch eine Zusammenfassung im Notizblog in Kürze veröffentlichen.)
Gestern abend bin ich dann aber noch zum zweiten Highlight dieser Woche gefahren: der Web 2.0 EXPO Europe, bei der ich auch Mitglied des Advisory Boards bin. Im Unterschied zum IWK, wo es vor allem um den State-of-the-Art im Internet-Business geht, wird hier in Berlin die letzten Entwicklungen in diesem Umfeld diskutiert – wobei das dann schon auch sehr schnell ins Visionäre und Geekige abtrifftet. Insgesamt wird die Veranstaltung allerdings um ein besseres als letztes Jahr angenommen – es gab auch viele Diskussion im Advisory Board, wie das Programm zu gestalten ist und viele Verbesserungsvorschläge für das Ambiente und Drumherum der Veranstaltung – und es hat gefruchtet – das Team um Jen Pahlka hat – soweit ich das aus dem ersten Eindruck urteilen kann – doch ganze Arbeit gemacht und das Feedback ist auch sehr positiv. Wer sich für die Veranstaltung interessiert, sollte unbedingt bei BerlinBlase vorbeischauen.
Für mich bedeutet der Tag vor allem viel Networking mit alten und neuen interessanten Internet-Enthusiasten – ich hoffe, dabei auf viele neue Ideen für meine Arbeit.
Die bevorstehende Woche ist ein wenig hektisch für mich – morgen muss ich noch das Intranet FORUM CH aufgesetzt bekommen und dann geht es Di/Mi nach München zum IWK – dort moderiere ich einige Panel, die ich allesamt in diesem Jahr als Diskussionsrunden aufgesetzt habe. Mal sehen wie das ankommt.
Wen es interessiert, was ich dort diskutieren lasse – hier ist mein Diskussionsskript:
Ach ja – und dann geht es Mittwoch noch nach Berlin, um noch wenigstens einen Tag auf dem zweiten Groß-Event dieser Woche mitzuverbringen – der Web 2.0 EXPO. Da habe ich diesmal außer meiner Advisory-Rolle nichts weiteres auf dem Event zu tun. Donnerstag abend ist dann noch die TechCrunch-Party, die ich mir natürlich nicht entgehen lasse- zumal ich ja dann auch schon wieder interessante Startups für die next09 (BTW – hierzu kommt morgen der Call for Participation raus!!!) suche!
Okay, so that was more than a hint. The basic idea is to separate work from the rest of your life. Your office hours don’t have to be 9 to 5. They could be 10 to 6. Or 12-5. Just make it consistent. The goal is to create chunks of time exclusively for work so you can enjoy guilt-free play later.
Irgendwie laufe ich ja schon seit einiger Zeit meiner Aufgabenliste hinterher – irgendwie war der Sommer für die Vorbereitungen des Herbstes zu kurz. Hier mal wieder mal meine aktuellen Todos:
Programm zum ECM WORLD SUMMIT fertigstellen – ist nämlich schon bald! Drücke die Daumen ganz fest, dass es noch mit Ton Ziljstra klappt – dann habe ich mit Ton, Lee Bryant und Dieter Rappold reboot-Flair beim ECM WORLD SUMMIT – “when two worlds collide …”
Web Analytics FORUM durchstarten – für alle, die das verfolgen, – ja wir haben es verschoben und noch nicht sauber kommuniziert
mit Steffi das SMF 004 in Gang setzen – hier möchte ich diesmal die WAZ mit Katharina Borchert oder ihrem Chef als ein Key-Case haben – plus Le Figaro, was beim letzten mal nicht geklappt hat! Ausserdem wollen wir die Leute vom Franken-Wiki haben; ferner hat Andy Lenz mit seinem Hype-Ansatz schon zugesagt.
Last but not – Start der Programmplanung für CeBIT Webciety und Abstimmung mit Sascha Lobo
So das ist dann mal wieder eine Liste – das Bloggen auf allen Kanälen habe ich schon gar nicht mehr gelistet. So jetzt aber mal Schluss – fahre jetzt gleich in den Münchner Bahnhof ein, denn ich bin dann heute trotz allem auf dem Weg zum Barcamp München. Als Konferenz- und Web-Junkie freue ich mich auf dieses, denn da ich da mal nicht in der Pflicht stehe, kann ich viel Networken!